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Windwasserstoff

Stellungnahmen zum „Grünbuch Energieeffizienz“ und „Impulspapier Strom 2030“

© K.C. - Fotolia.comDas Bundeswirtschaftsministerium hat im August 2016 die beiden oben genannten Papiere veröffentlicht und zur Konsultation gestellt. In seinen Stellungnahmen verweist der ChemCoast e. V. auf die besondere Bedeutung der Sektorkopplung für das Erreichen der Klimaschutzziele: mit einem aus erneuerbaren Energien hergestellten Wasserstoff (Power-to-Gas) können in der Industrie, dem Verkehr und im Bereich Wärme/Kälte wesentliche Beiträge zur Reduzierung der CO2 Emissionen beigetragen werden. Die Wirtschaft steht mit interessanten Projekten „in den Startlöchern“. Ohne Befreiung dieses Wasserstoffs von Letztverbraucherabgaben und einer „Anschubfinanzierung“ werden sich jedoch auch weiterhin für die Projekte keine wirtschaftlichen Geschäftsmodelle entwickeln. Daher müssen im „Grünbuch Energieeffizienz“ sowie im „Impulspapier Strom 2030“ wesentliche Weichen hierfür gestellt werden.

„Die Energiewende ist schon lange nicht mehr nur eine Wende in der Energieerzeugung. Die Politik muss jetzt handeln, damit wir über die Sektorkopplung Beiträge zum Erreichen der Klimaschutzziele beitragen können“, so Geschäftsführern Renate Klingenberg anlässlich der ChemCoast-Lenkungskreissitzung am 28.10.2016.

Jetzt kommt die erste Wasserstoff-Lok

News Wasserstoff LokWasserstoff – eine ideale alternative Energiequelle für den Schienenverkehr
Der Coradia iLint ist ein neuer CO2-emissionsfreier Regionalzug, der eine Alternative zu Dieselfahrzeugen darstellt. Er wird von Wasserstoff-Brennstoffzellen mit Strom versorgt, gibt lediglich Wasserdampf und Kondenswasser ab und zeichnet sich durch einen geräuscharmen Betrieb aus.

Alstom – einer der weltweit ersten Schienenfahrzeugherstellern, die einen Personenzug auf Basis dieser Technologie entwickelt haben – hat seinen emissionsfreien Zug auf der InnoTrans vorgestellt, der größten Fachmesse der Bahnindustrie, die vom 20. bis zum 23. September in Berlin stattfand.

Die Markteinführung des Coradia iLint resultiert aus den Absichtserklärungen für die Nutzung einer neuen Generation von emissionsfreien Zügen mit Brennstoffzellen, die 2014 mit den Ländern Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und dem hessischen Aufgabenträger Rhein-Main-Verkehrsverbund unterschrieben wurden. „Alstom ist stolz darauf, eine bahnbrechende Innovation im Bereich des sauberen Schienenverkehrs zu präsentieren, die seine Coradia-Reihe von Regionalzügen ergänzen wird. Diese Innovation zeigt, dass wir in der Lage sind, in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden einen Zug in nur zwei Jahren zu entwickeln”, erklärte Henri Poupart-Lafarge, Alstom Vorsitzender und CEO.

Bereits im nächsten Jahr soll die Wasserstoff-Lok auf der Strecke Buxtehude – Bremerhaven eingesetzt werden. Damit ist Niedersachsen das erste Bundesland, in dem die neue Technologie zum Einsatz kommen wird.

Mehr Informationen entnehmen Sie bitte der Pressemitteilung oder dem product-sheet.

Stellungnahme zum Weißbuch "Ein Strommarkt für die Energiewende"

News Stellungnahme WeissbuchDas Bundeswirtschaftsministerium hat im Juli 2015 das Weißbuch „Ein Strommarkt für die Energiewende“ veröffentlicht und zur Stellungnahme aufgefordert. Der ChemCoast e.V. hat bereits zum Grünbuch im Februar d. J. eine umfangreiche Stellungnahme vorgelegt und sich nun auch an der Konsultation zum Weißbuch beteiligt. In seiner aktuellen Stellungnahme bedauert ChemCoast, dass das BMWi die Akteure über den Zeitrahmen für die Umstrukturierung der Strompreisgestaltung weiterhin im Ungewissen lässt. Hierdurch entsteht der Eindruck, dass die schon heute dringend erforderliche Umstrukturierung zu weit nach hinten verschoben werden soll. Es wird festgestellt, dass das BMWi der möglichen Rolle der Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Technologie im Rahmen der Energiewende sowie der Chance, die sich jetzt mit der Novellierung des Strommarktdesigns auftut, offenbar zu wenig Bedeutung beimisst. ChemCoast bittet um Beteiligung in der Plattform Strommarkt und bekräftigt seine Bereitschaft, seine Position in persönlichen Gesprächen mit dem BMWi vorzutragen.

Stellungnahme

Aufbau einer Windwasserstoffwirtschaft in der Region Unterelbe - BUND im Gespräch mit ChemCoast

News ChemCoast Zu Besuch BUNDIm Rahmen seiner Reise am 29. Juli 2015 nach Stade nutzte der Bundesvorsitzende des BUND, Prof. Dr. Hubert Weiger die Gelegenheit, sich aus erster Hand über das ChemCoast Windwasserstoff-Projekt zu informieren. Begleitet wurde er von dem Bundesgeschäftsführer des BUND, Olaf Bandt, dem Landesvorsitzenden des BUND Niedersachsen, Heiner Baumgarten, dem Geschäftsführer des BUND Niedersachsen, Carl-Wilhelm Bodenstein-Dresler sowie Silke Helmke, Vorstand BUNd Kreisgruppe Stade.

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Stellungnahme zum Grünbuch "Ein Strommarkt für die Energiewende"

© DOC RABE Media - Fotolia.comDas Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat mit dem Grünbuch „Ein Strommarkt für die Energiewende“ eine öffentliche Konsultation gestartet. Der ChemCoast. e. V. hat dazu eine Stellungnahme erarbeitet und fristgerecht übermittelt. ChemCoast hat mit dem Projekt „Fahrplan zur Realisierung einer Windwasserstoff-Wirtschaft in der Region Unterlebe“ Branchen- und Länderübergreifend einen Beitrag zur erfolgreichen Umsetzung der Energiewende skizziert. Vor diesem Hintergrund fordern wir, dass im zukünftigen Strommarktdesign schon jetzt die Rolle des Langzeitspeichers Wasserstoff mit seinem Potential zur Koppelung der Sektoren durch stoffliche Nutzung in der Industrie,Verwendung als Treibstoff im Bereich Mobilität sowie perspektivisch zur Rückverstromung angemessen berücksichtigt wird.

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Statusbericht

Windwasserstoff-Wirtschaft

Bild: © F.Schmidt - Fotolia.comMit dem Statusbericht Januar 2015 geben wir  einen Überblick über die bisherigen Arbeitsergebnisse und die in den nächsten Wochen geplanten Aktivitäten. Die kommenden Monate werden entscheiden, ob die Integration von Erneuerbaren Energien in industrielle Prozesse am Beispiel Wind-Wasserstoff erfolgreich gelingen kann. Ohne Unterstützung aus Wirtschaft und Politik wird dies jedoch nur schwer möglich sein.

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Studienergebnisse

Fahrplan für eine Windwasserstoff-Wirtschaft in der Region Unterelbe

NewsWindWasserStoffAbschluss2013Mit Beteiligung von mehr als 20 Partnern aus der Wirtschaft wurde im Jahr 2013 unter der Projektkoordination des ChemCoast e. V. sowie mit Unterstützung der Länder Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein die Studie „Fahrplan zur Realisierung einer Windwasserstoff-Wirtschaft in der Region Unterelbe“ erstellt. Die Studie stellt dar, dass die Region Unterelbe zu einer Modellregion werden könnte, in der Erneuerbare Energien nicht nur in den Kraftwerksparks, sondern in bereits bestehende Prozesse, beispielsweise in der Industrie und im Verkehr, erfolgreich integriert werden können. Je volatiler das Angebot auf der Stromerzeugungsseite wird, umso flexibler müssen die Stromverbraucher reagieren können, und das geht am besten im Verbund und über Sektorengrenzen hinweg. Wasserstoff kann hier ein wesentliches verbindendes Element sein.

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Startschuss

Gemeinsames Projekt von Politik und Unternehmen im Norden

News StartschussGemeinsam mit einer Reihe von Unternehmen, Verbänden, Landkreisen und Kammern wollen die norddeutschen Bundesländer Niedersachsen, Hamburg und Schleswig-Holstein in den kommenden Monaten eingehend die Aufbau- und Entwicklungschancen einer Wind-Wasserstoff-Wirtschaft als Beitrag für eine erfolgreiche Umsetzung der Energiewende im Norden prüfen. Den Startschuss für eine entsprechende Untersuchung durch die beauftragte Ernst & Young GmbH gaben am 17. Januar Arnd Thomas, ehem. Vorsitzender des Vereins ChemCoast und Geschäftsführer der Stader Dow Deutschland Anlagengesellschaft, Staatssekretär Dr. Oliver Liersch, Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Andreas Rieckhof, Staatsrat in der Hamburger Wirtschaftsbehörde sowie Hartmut Euler aus dem Wirtschaftsministerium Schleswig-Holsteins. Modellregion für die jeweils zur Hälfte von Politik und Unternehmen finanzierte praxisorientierte Studie wird der Raum Unterelbe sein. Die Koordination des Projekts übernimmt der ChemCoast e. V.

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Renate Klingenberg

Renate Klingenberg

Die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende braucht Engagement und innovative Lösungen. Das ChemCoast-Netzwerk setzt auf die vorhandenen Stärken der Region, um mit dem Projekt Windwasserstoff seinen Beitrag zu leisten.

Renate Klingenberg Geschäftsführerin ChemCoast e. V.