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Service

Bestechende Standortqualitäten und Service-Leistungen

Der Hafen Wilhelmshaven teilt sich grob in 2 Bereiche: den Außenhafen und den Inneren Hafen. Die große Seeschleuse mit 2 Kammern à 360 Meter x 57 Meter (L x B) bildet den Übergang zwischen beiden Hafengebieten.

Der Außenhafen besticht durch die Wassertiefe von 18 Metern und das 300 Meter breite Fahrwasser – dies ist der einzige Tiefwasserhafen Deutschlands!

Tankschiffe bis 250.000 dwt und Ultra-Large-Bulk-Carrier können den Tiefwasserhafen restriktionsfrei rund um die Uhr anlaufen. Ebenso natürlich die weltweit größten Containerfrachter mit Tiefgängen bis 16,5 Meter. Die in der 2M-Allianz kooperierenden Reedereien Maersk Line und MSC nutzen bereits diese Vorteile im Anlauf des Container Terminal Wilhelmshaven (CTW). Durch operative Veränderungen werden auch die Reedereien Hamburg Süd und Hyundai Merchant Marine ihre Angebote um Wilhelmshaven erweitern. Und – mit der OCEAN Alliance hat im Februar 2017 die zweite der 3 großen Reeder-Allianzen dieser Welt entschieden, den CTW in ihre Fahrpläne aufzunehmen. Damit ist der CTW über 8 Reedereien buchbar, die den positiven Trend im Containerumschlag am CTW maßgeblich unterstützen und für einen weiteren Wachstumsschub sorgen werden.

Daraus ergeben sich beste Chancen auch für das weitere Portfolio an Dienstleistungen in den Bereichen Transport, Maintenance, Logistik und Distribution, für die im 160 Hektar großen Güterverkehrszentrum JadeWeserPort unmittelbar angrenzend an den CTW ideale Ansiedlungsmöglichkeiten geboten werden.

Die chemische Industrie (PVC- und VCM-Produktion), die Energiegewinnung (2 Kohlekraftwerke, onshore Windenergie), der Umschlag von Rohöl und Erdölprodukten sowie weiteren flüssigen Energieträgern charakterisieren Wilhelmshaven als „Energiedrehscheibe Deutschlands“. Diese Funktion wird noch einmal betont durch den Fakt, dass Wilhelmshaven Anlandestandort für offshore erzeugten Windstrom ist. Weiteres Potenzial zum Ausbau der Energiedrehscheibe bietet das Thema Liquefied Natural Gas (LNG). Die Errichtung eines large-scale LNG-Importterminals ist planungsrechtlich möglich, small-scale Varianten und Möglichkeiten zur Implementierung von LNG-Infrastruktur werden aktuell untersucht (Stand 02/2017).

Im Inneren Hafen, tideunabhängig durch die weltweit zweitgrößte Doppelkammer-Seeschleuse, dominieren die maritime Serviceindustrie und der Umschlag von Stück- und Massengütern sowie Offshore- und Projektladung. Zahlreiche mittelständische Unternehmen wie  Schiffs- und Reparaturwerften, Serviceanbieter, Seehafendienstleister, Lotsendienste und weitere Spezialbetriebe der maritimen Wirtschaft bieten der Schifffahrt verlässliche Kompetenz im Bereich von Schiffsreparaturen und -umbau sowie umfangreiche maritime Dienstleistungen. Dazu gehören ebenfalls bereits seit langer Zeit auch Offshore-Services, die auch die Offshore Windenergieindustrie zu schätzen weiß.

Lange Tradition hat in Wilhelmshaven die Metallverarbeitung und der Anlagenbau. Entsprechend gibt es in diesen Wirtschaftszweigen einen hohen und prominenten Unternehmensbesatz. So werden hier zum Beispiel für den internationalen Markt die weltweit größten Mobilkrane montiert und in einem Testcenter auf Herz und Nieren geprüft. Wichtige Zulieferer für die Luftfahrtindustrie haben ihren Sitz in Wilhelmshaven.

Auch im Bereich Nahrungs- und Genussmittel spielt Wilhelmshaven eine international bedeutende Rolle. Der Weltmarktführer in der Produktion kleinstückiger Schokolade kommt aus Wilhelmshaven. Fischverarbeitung und der Im- und Export von Lebensmitteln sind ebenso wichtige Säulen wie der Bereich Tiefkühl-Lebensmittel. Deutschlands größter Kühlhausbetreiber und Tiefkühl-Logistiker der europäischen Spitzenklasse hat seinen Stammsitz in Schortens nahe Wilhelmshaven.

Die Tourismus- und Freizeitwirtschaft hat sich in den letzten Jahren überaus erfreulich entwickelt. Beständig steigende Zahlen an Übernachtungen und Tagestouristen sind Ansporn, diesen Wirtschaftszweig künftig noch mehr in den Fokus zu nehmen und ihn auszubauen.

Wilhelmshaven ist einer der bedeutendsten Wissenschaftsstandorte in Nordwestdeutschland. Viele renommierte Institute sind hier ansässig, wie das Deutsche Windenergie-Institut, das Forschungsinstitut Senckenberg mit der Abteilung Deutsches Zentrum für marine Biodiversitätsforschung und der Abteilung Meeresforschung, das Institut für Vogelforschung, das Niedersächsische Institut für historische Küstenforschung, das ICBM-Terramare (Standort Wilhelmshaven des Institutes für Chemie und Biologie des Meeres der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg) sowie die ICBM-Arbeitsgruppen Umweltbiochemie, Marine Sensorsysteme und Meeresoberflächen.

Die moderne Jade Hochschule macht Lust auf Zukunft. Rund 5.000 junge Menschen erhalten am Studienort Wilhelmshaven in den Schwerpunkten Ingenieurwissenschaften, Wirtschaft und Management/Information/Technologie das Rüstzeug für eine erfolgreiche berufliche Zukunft.
Als Klammer zwischen Forschung und Wirtschaft ist die Wissens- und Technologietransferstelle der Jade Hochschule über die Stadtgrenzen hinaus sehr angesehen. Neben dem ständigen Know-how-Transfer schätzen vorwiegend kleine und mittelständische Betriebe die Möglichkeit z. B. für anwendungsorientierte Forschungsprojekte.

Wilhelmshaven ist seit jeher größter Stützpunkt der Deutschen Marine und inzwischen auch größter Standort der Bundeswehr insgesamt. Rund 9.000 militärisch und zivil Beschäftigte haben hier ihren Arbeitsplatz. Die Streitkräfte sind ein ganz bedeutender Wirtschaftsfaktor in Wilhelmshaven – natürlich auch für den Mittelstand, der von Aufträgen der Bundeswehr profitiert. Insbesondere betrifft dies die wehrtechnische Verbundwirtschaft und hier speziell die Softwareentwicklung für die Einheiten der Marine.


Standort Features

Andreas Wagner

Andreas Wagner

Der Chemiestandort Wilhelmshaven sieht mit dem Container Terminal Wilhelmshaven und dem Güterverkehrszentrum JadeWeserPort sowie seinen naturgegebenen geographischen und nautischen Vorteilen die herausragende Möglichkeit, den Küstenraum als Chemieregion weiter voran zu bringen. Es ist gut, dass alle Chemiestandorte sich im Sinne einer Clusterbildung vernetzen - hier werden wir uns mit den ansässigen Unternehmen, den vorhandenen Strukturen und unserem erheblichen Flächenpotenzial einbringen.

Gemeinsam sind wir auf einem guten Weg!

Andreas Wagner Oberbürgermeister der Stadt Wilhelmshaven