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Februar 2019

Erster Groß-Windstromspeicher in Norddeutschland geplant

News 1windstromspeicherWas tun mit überschüssigem Strom aus Windkraftanlagen? Zwei Netzbetreiber haben eine technische Lösung, die sie in Norddeutschland realisieren wollen. Im Emsland soll der erste Speicher für Windstrom im industriellen Maßstab entstehen. Dafür benötigen sie Unterstützung aus der Politik.

Der Stromnetzbetreiber Amprion und der Gasnetzbetreiber Open Grid Europe kündigten an, im Kreis Emsland eine Anlage in der 100-Megawatt-Klasse zu errichten. „Wir sind mit der Planung so weit, dass wir in die Genehmigungsphase eintreten können“, sagte Thomas Hüwener, Mitglied der Geschäftsführung von Open Grid. „Aber wir brauchen noch das 'Go' aus der Politik.“ Dieses müsse nun schnell kommen, damit Sektorenkopplung auf Systemebene auch einen Beitrag zum Erreichen der Pariser Klimaziele leisten könne. „Wir brauchen nun die regulatorische Möglichkeit, das Projekt umzusetzen. Wenn die Weichen jetzt gestellt werden, kann die Anlage 2023 bereits in Betrieb gehen", sagte Amprions technischer Geschäftsführer Klaus Kleinekorte.

Zurzeit fehlen Stromspeicher für überschüssigen Windstrom. Diese sind für das Gelingen der Energiewende aber unabdingbar. Abhilfe sollen zukünftig sogenannte Power-to-Gas-Anlagen leisten. Per Elektrolyse wird aus dem durch Windkraft gewonnen Strom Wasserstoff erzeugt, der bei Bedarf in Gaskraftwerken zur Energieerzeugung verbrannt werden kann. Bisher gibt es hierzulande lediglich einige Pilotanlagen, die sogenanntes grünes Gas gewinnen können.

Renate Klingenberg

Renate Klingenberg

Die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende braucht Engagement und innovative Lösungen. Das ChemCoast-Netzwerk setzt auf die vorhandenen Stärken der Region, um mit dem Projekt Windwasserstoff seinen Beitrag zu leisten.

Renate Klingenberg Geschäftsführerin ChemCoast e. V.