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Dezember 2012

Bayer MaterialScience beantragt Produktionserweiterung für MDI

Offener Dialog und transparentes Vorgehen als ständige Wegbegleiter:

  • Investition von rund 120 Millionen Euro geplant
  • Info-Woche zum Stand des Projekts

Brunsbüttel, 20. September 2012 Bayer MaterialScience treibt die Vorbereitungen zum Ausbau der Produktion im Bayer Industriepark Brunsbüttel weiter voran. Beim Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) Itzehoe wurden jetzt die Genehmigungsanträge für eine neue Hightech-Anlage zur Herstellung von MDI Diphenylmethan-Diisocyanat) sowie der Anlagen für die Vorprodukte eingereicht. In einer heute beginnenden Informationswoche informiert Bayer MaterialScience Politik, Medien und Nachbarschaft über den aktuellen Stand. Die geplante Investition beläuft sich auf rund 120 Millionen Euro. Mit der Entscheidung der Behörde wird Mitte des kommenden Jahres gerechnet.

Durch Umrüstung der bestehenden TDI (Toluylen-Diisocyanat)-Anlage soll der neue Anlagenkomplex von zurzeit 200.000 Jahrestonnen auf eine Kapazität von 420.000 Tonnen im Jahr erweitert werden. Polyurethan-Hartschaum auf Basis von MDI wird beispielsweise für die effiziente Wärmedämmung von Gebäuden und der gesamten Kühlkette eingesetzt. Die dabei erzielten Energieeinsparungen führen zu einer deutlichen Senkung von CO2-Emissionen. Ferner sorgen Anwendungen im modernen Fahrzeugbau für mehr Sicherheit. Denn viele nationale Vorschriften fordern von der Automobilindustrie bestimmte Sicherheitsmerkmale, um die Verletzungsgefahr von Passanten bei einem Unfall zu verringern. MDI leistet dazu einen wichtigen Beitrag.

„Dieses Investitionsvorhaben ist ein klares Bekenntnis zum Standort Brunsbüttel. Die geplante World-Scale-Produktionsanlage für MDI soll den Standort stärken sowie die Arbeitsplätze im Betrieb und in der Region dauerhaft sichern“, erklärt Dr. Klaus Gebauer, Standort- und Produktionsleiter in Brunsbüttel.

Der Abgabe des Genehmigungsantrags ist bereits eine Umweltverträglichkeitsuntersuchung des Projekts vorangegangen, deren Rahmen im Mai 2011 festgelegt wurde. Mit der Ausführung der Untersuchung beauftragte Bayer MaterialScience den TÜV-Süd. Das TÜV-Gutachten zur Umweltverträglichkeit ist Teil des Genehmigungsantrags. Die Untersuchung habe keine nachteiligen Auswirkungen der geplanten Anlagen für angrenzende Wohngebiete und Freiflächen oder für im weiteren Umfeld befindliche Naherholungs- und Naturschutzgebiete ergeben, fasst Dr. Gebauer die Ergebnisse zusammen.

Die geplante neue Produktionsanlage sei ein Meilenstein hinsichtlich Energieeffizienz, Umweltverträglichkeit und Produktivität und erfülle höchste Sicherheitsstandards. „Wir sehen daher den Ergebnissen der behördlichen Prüfungen zuversichtlich entgegen und hoffen für unser Projekt natürlich auch auf weiterhin positive Reaktionen und politische Akzeptanz aus der Region“, betont Gebauer.

Renate Klingenberg

Renate Klingenberg

Die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende braucht Engagement und innovative Lösungen. Das ChemCoast-Netzwerk setzt auf die vorhandenen Stärken der Region, um mit dem Projekt Windwasserstoff seinen Beitrag zu leisten.

Renate Klingenberg Geschäftsführerin ChemCoast e. V.